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Hier können Sie die Dorfchronologie 2016 herunterladen und Informationen über das Dorfleben in Altastenberg erfahren.

Altastenberg- ein Dorf mit langer Geschichte

Der Name des Dorfes

Das Dorf Altastenberg ist mit Namen und Geschichte dem mächtigsten Bergmassiv des Sauerlandes, dem Kahlen Asten verbunden. Seinen ersten Namen erhielt es von der Hochfläche, die dem Astenrücken nach Nordwesten hin vorgelagert ist und nach der alten Flurbezeichnung „Auf dem Lichtenscheid“ genannt wurde. Diese Bezeichnung spricht von der kahlen,  unbewaldeten Höhenlage, die noch heute den Besucher als große Lichtung erscheint, wenn er aus den Tälern der Neger, der Lenne oder der Nesselbach heraufsteigt. Sie hebt auch den wasserscheidenden Charakter der Hochfläche hervor, welche die Gewässer der beiden Hauptflüsse des Sauerlandes, der Ruhr und Lenne, scheidet. Aus diesem Namen lässt sich ferner das alte Landschaftsbild erschließen; es ist die alte Hochheide, wie sie heute noch am Langenberg bei Niedersfeld erhalten geblieben ist. Urkundlich wird der Name „Lichtenscheid“ im Artikel IV § 38 des Westfälischen Friedens zu Münster 1648 genannt, worin dem Haus Waldeck seine Rechte an der Freigrafschaft „Nordenau – Lichtenscheid“ bestätigt werden.
Diese Ortsbezeichnung verschwindet mit der Gründung der Pfarrei „Astenberg“. Die neue Bezeichnung wurde gewählt, einmal weil „Lichtenscheid“ eine waldeckische Bezeichnung geworden war, aber auch, weil die neue Pfarrei das Gebiet jenseits des Kahlen Asten und zwar die Orte Neudorf, jetzt Neuastenberg, Langewiese und die Lenneplätze, umfasste. Auf dem ersten Kirchensiegel trägt die Pfarrei den Namen „Astenberg“. Als Pfarrsitz trägt der Ort von nur an diese Bezeichnung. Auch während der hessischen Regierungszeit von 1803 – 1815 und danach unter Preußen wird dieser Ortsname beibehalten.

Als sich der Wittgensteinische Ort „Neudorf“ im Laufe des 19. Jahrhunderts die Bezeichnung „Neuastenberg“ zulegte, bürgerte sich zur besseren Unterscheidung der Name „Altastenberg“ ein.

Die Gründung des Dorfes „Lichtenscheid – Astenberg“

In einer Wittgensteiner Grenzbegehung 1484 die Astenhochfläche bezeichnet: „da man das Hauw (Wrede, Territorialgeschichte des Kreises Wittgenstein, S. 141). Als ein Gelände also, das für eine Besiedlung bis dahin nicht in Frage kam, sondern als Mahd und Hude benutzt wurde. Die Grundherren des Gebietes hatten daher die Hochheide am Kahlen Asten der Stadt Winterberg zur Weidenutzung in Pacht gegeben. Als der Waldecker Graf Philipp der Ältere – wegen seiner vielen Kriegshändel in tiefe Schulden geraten – 1536 die Vogtei Nordenau an Johann Hanxleden von Körtlinghausen verpfändete, löste dieser als Pfandinhaber die Pachtverträge mit Winterberg auf, um die Fläche selber als Weide zu nutzen. Er gründete zwischen 1536 und 1547 „Auf dem Lichtenscheid“ eine Hirtenkolonie mit wenigen Häusern. (Seibertz, Dyn., S. 183 ff) 1561 hatten diese „armen Leute zum Lichtenscheid“ bereits einen Teil der Heideflächen kultiviert. Nach Ablösung der Verpfändung nahm das Haus Waldeck wieder seine alten Vogteirechte wahr. Das Dorf wurde Sitz eines waldeckischen Schöffen. Der letzte, der dies Amt versah, war Laurentius Wahle. Er starb 1791.
Von Anfang an war diese neue Siedlung den Winterbergern ein Dorn im Auge. Obwohl ihnen die Weidenutzung des Astengbietes aufgekündigt war, betrachteten sie das Gebiet nach wie vor als ihre  Gerechtsame. Sie fielen wiederholt mit Gewalt ins Dorf ein und vertrieben das Astenberger Vieh von den Hudeflächen.
Ein, von Waldeck zur Untersuchung der Übergriffe, entsandter Amtmann aus dem Assinghauser Grund nennt die Winterberger „mutwillige, böse Schelke, gleich wären sie voller Kriegs“. Er berichtet, dass bei seiner Anwesenheit auf dem Lichtenscheid die Winterberger in bewaffneten Haufen gekommen und abends „mit schießen und platzen“ wieder abgezogen seien. Ihm selbst seien auf dem Wege Winterberger begegnet, mit Spießen versehen, gegen die sich die Waldeckischen Knechte nicht wehren konnten, wollten sie nicht gefangen werden. (Hömberg, Siedlungsgeschichte des oberen Sauerlandes, S, 22)

Die alte Grenze zwischen Winterberg und Astenberg ist heute noch auf einer alten Karte des Klosters Grafschaft aus dem Jahre 1737 zu sehen. Sie verläuft durch die Renau bis zum Nordhang und war früher – wie auf der Karte ersichtlich durch „Blutsteine“ (=Grenzsteine) gekennzeichnet,

Die Zahl der Häuser betrug 1609 nach einer Waldeckischen Schweinesteuerliste 10.
Folgende Namen sind darin verzeichnet:
 

  • Der Kayser
  • Tönnies Pfaffen
  • Johann Möller
  • Tönnies Pfennigs
  • Tönnies Steinhaus
  • Johann Leineweber
  • Berthold Rottmann
  • Brosius Sommer
  • Peter Leineweber
  • Johann Schulzen


Ein Teil dieser Namen kommt heute noch als Hausnamen vor z. B. Kaysers, Müllerjohanns. Papen, Pfennigs, Sommers, Schulten.

Die Häuser waren unweit zweier alter Höhenstraßen angesiedelt; der einen, die von Köln quer durch das Sauerland das Astengebiet erreicht und über Küstelberg in Richtung Korbach weiterführt. Es ist die alte Heidenstraße. So benannt, weil sie über die „Heide“ (=Höhenrücken) verläuft, auch „via regia“ (=Königsstraße) genannt. Dort wo diese alte Trasse heute von Ackerland verdeckt wird, wurden noch mittelalterliche Hufeisen gefunden.

1958 wurde eine Goldmünze mit folgender Inschrift gefunden:

Ropert EL.EC.Conf.Col./Mon.nova aurea.Tuicien

“Robert, Erzbischof von Köln/neue Goldmünze, Deutz”

Es handelt sich um eine Goldmünze des Erzbischofs Ruprecht, Pfalzgraf bei Rhein, Kurfürst von Köln, 1463 – 1480. Die Münze wurde um 1468 in Deutz geschlagen.

Die West-Oststraße kreuzte sich auf der Astenhochfläche mit einer zweiten Höhenstraße, die  - aus dem Dill-, Lahn- und Sieggebiet kommend – über den Kamm des Rothaargebirges verlief. In ihrem südlichen Teil trägt sie heute noch den Namen “Eisenstraße“. Nach Böttcher, Siedlungsgeschichte des Siegerlandes, 1951, verband diese Höhenstraße zwei große vorgeschichtliche Wallburgen. Im Süden die mächtige Wallburg bei Rittershausen am Auslauf des Rothaarkammes und im Norden die stake Befestigung auf dem Istenberg, bekannt unter dem Namen Bruchhauser Steine. Ein Abzweig dieser Straße führte schon im frühen Mittelalter an der hohen Hunau vorbei in den Mescheder Raum.
Sicherlich hat der Schnittpunkt dieser beiden Höhenstraßen die Ortslage Altastenbergs mitbestimmt. Die Anlage der Wohnstätten an der Westseite über den „Brüchen“ wird auf das dortige Wasservorkommen zurückzuführen sein. Der ursprüngliche Dorfbrunnen lag unterhalb des jetzigen Pape-Kösterschen Hauses. Um ihn herum haben sich die ersten Wohnstätten angesiedelt.
Die Häuser waren in Holzgerüstbauweise gebaut, deren Gefache mit einem Geflecht von Zweigen, den sog. „Wellern“ ausgefüllt und von beiden Seiten mit einem Gemisch von Stroh und Lehm ausgestrichen wurde. Die Häuser waren durchweg 1½ -stöckig. Ihre Grundrissformen waren entweder nach der Längsdielen- oder nach der Querdielenform gebildet. Bei den ersteren lag der Eingang an der Giebelseite, bei den letzteren an der Querseite. Beispiele der Längsdielenform sind die alte Jungendherberge und das Haus Schütte-Platten. Den Typus eines Querdielenhauses zeigt der Gasthof Müller-Braun. Es waren durchweg Einheitshäuser, d. h. sie vereinigten Wohnung, Stallung und Scheune unter einem Dach. Die Dächer waren mit Stroh gedeckt. Erst die Erschließung der Schiefergruben im 19. Jahrhundert brachte das Schieferdach.
Um den Kern der Siedlung schlossen sich in den folgenden Jahrhunderten langsam andere Wohnstätten an. Waren es 1609 zehn Häuser, so entwickelte sich die Siedlung in den folgenden 150 Jahren kaum. 1769 zählte man 14 Häuser, 1826 waren es 26 Häuser.

Die soziale Schichtung der Dorfbewohner kam in den Bezeichnungen „Einsasse“ und „Beisitzer“ zum Ausdruck. Mit Einsassen wurden die Haus- und Grundbesitzer bezeichnet, mit Beisitzer jene, die über kein eigenes Haus verfügten, sondern bei einem Einsassen zur Miete wohnten. Damit nicht durch Verschleißung des Grundbesitzes die Schatzungsgrundlagen verdunkelt wurden, war eine kurkölnische Beisitzverordnung erlassen worden, welche Neubauten erschwerte. Als in der späteren hessischen und preußischen Zeit diese Verordnung ihre Geltung verlor, stand dem Bau neuer Häuser nichts mehr im Wege.

Die Erwerbsquellen der Dorfbewohner

Standen die ersten Siedler als Hirten im Dienst der gräflichen hanxlebenschen Viehwirtschaft des Gutes Körtlinghausen, so weist sie 1609 die Waldeckische Steuerliste als selbstständige Kolonen und Kötter aus. Anders als in der benachbarten Grafschaft Wittgenstein, wo Wald. Feld und Wiesen unmittelbares Eigentum des Grafen waren. War der Grundbesitz im Herzogtum Westfalen nach dem kurkölnischen Landrecht teils Gemeinde – teils Privateigentum. Aus diesem Grunde entstand bei den Untertanen der geistlichen Fürsten das Wort: „Unterm Krummstab ist gut leben“.  So hat das Kölnische Landrecht verhindert, dass der Graf von Waldeck als Vogt der Freigrafschaft Nordenau sich den Grundbesitz als Privateigentum aneignen konnte. Ihm standen unter der Oberhoheit des Erzbischofs und Kurfürsten von Köln nur bestimmte Abgaben zu. Erst aufgrund dieser Eigentumsverhältnisse waren die Siedler in der Lage, durch Wald-, Feld- und Viehwirtschaft ihr Auskommen zu finden.

Der lieferte den Hausbrand. Daher musste immer für einen großen Buchenbestand Vorsorge getroffen werde. Bergahorn war nötig für den Hausrat, die Eiche stellte das Bauholz. Die Fichte war im Sauerland noch nicht heimisch.

Als Brotgetreide gab der Acker meistens nur Sommerroggen her, da der hohe und lange liegende Schnee allzu oft die Wintersaat verdarb. Vor dem Aufkommen der Kartoffel diente auch der Berghafer der menschlichen Ernährung. Er lieferte den Haferbrei. Später regierten dafür die Kartoffelmahlzeiten den Astenberger Wochenkalender. Fragten die Kinder, wann wieder Sonntag sei – er musste ihnen wohl ein etwas reichhaltigeres Essen versprechen – so erhielten sie die Antwort: Wenn wir 18mal Kartoffeln gegessen haben, ist wieder Sonntag! Fleisch lieferten die Hausschlachtungen und das Huhn im Topf. Eine willkommene Ergänzung zum spärlichen Gemüse des Gartens boten die im Sommer auf der Heide reifenden Wald- und Preißelbeeren.
Die Grundlage der Viehhaltung bildete die gemeinschaftliche Hude. Aus ihrer Nutzung war ja die Siedlung hervorgegangen. Der Eigebesitz an Wiesenflächen lieferte das Heu für die Winterfütterung. Da die langen Winter beträchtlich an dem nicht überreichen Heuvorrat zehrten, wurde schon früh mit dem Auftrieb der Kühe und Rinder begonnen Das Hüten war vorwiegend Kinderarbeit. Erst später wurde dazu ein Hirte gedungen, dessen Verpflegung reihum ging. Die rotbraune Bergkuh, klein aber kräftig, diente auch als Zugtier bei der Feldbestellung.
Leider liegen über die Besitzverhältnisse aus der Gründerzeit keine Unterlagen vor Jedoch lässt sich aus den Hausplätzen des Ortskernes – der das Bild der ersten Ansiedlung wiedergibt – schließen, dass der ursprüngliche Besitzstand nicht sehr unterschiedlich gewesen sein kann. Das preußische Urkataster von 1831 weist dagegen schon beträchtliche Unterschiede auf. Danach hat nur ein Hof einen Besitz von 123 Morgen, drei andere über 20 Morgen und die Mehrzahl der Häuser haben einen Besitz von 5 – 20 Morgen. Zu dieser Zeit zählte der Ort 24 Einsasserfamilien und eben so viele  Beisitzerfamilien. Das Anwachsen der Einwohnerzahl und die Erbteilung werden diesen Zustand herbeigeführt haben.
Da der vorhandene Grundbesitz die Einwohner nicht mehr ernährte, war inzwischen ein neuer Berufsstand aufgekommen, der Handelsmann. Das Taufbuch von 1825 – 1830 weist bei insgesamt 36 geborenen und getauften Kindern 22 Väter als „Handelsmann“ oder „Handelsknecht“ aus, 9 als Ackersmann, einen Schuhmacher, einen Schmied, einen Wagner, einen Schreiner und einen Förster. Für einen großen Teil der Familien musste also der Haustierhandel eine zusätzliche Erwerbsmöglichkeit schaffen. Ein Vorgang der sich auch in anderen Höhendörfern des Sauerlands beobachten 
lässt. 

Der Astenberger Handelsmann ging auf den Handel teils auf eigene Rechnung, teils auf Rechnung eines Handelsherrn, wie die Bezeichnung „Handelsknecht“ besagt er handelte mit Holzwaren: Näpfe, Schüsseln, Löffeln, Quirlen und Butterformen, ferner mit Sensen und Sicheln, schließlich auch mit Wollwaren. Auf letztere geht die Schmallenberger Textilindustrie zurück, Das Absatzgebiet war vorwiegend Ostfriesland um Leer und Jever, aber auch die Niederlande wurden besucht. 1788 verzeichnet das Totenregister den Tod des Johann Jodokus Vogt, der auf einer Handelsreise in Rotterdam gestorben war.
Der Handel mit Holzwaren lässt sich mit Sicherheit bis in das 18. Jahrhundert zurückverfolgen. 1752 wurde von einem Waldeckischen Rat eine Untersuchung bei den Einwohnern Lichtenscheids angestellt. Wer im Vogteigehölz zu Nordenau unbefugterweise Ahornstämme gefällt und zu Mollen und sonstigem hölzernen Geschirr verarbeitet und abgesetzt habe.  Es wird ihnen der Vorwurf gemacht, dergestalt damit Handel getrieben zu haben, dass sie dadurch, weil sie keine „onera publica“ (= Steuern) abtragen täten, reich würden und capitalia auslehnten. Holz zum Brand und zu Geschirr und sonstiger häuslicher Notdurft sei ihnen gratis zugestanden, aber nicht zu Mollen und sonstigen hölzernen Waren zum Handel.
Der mit blauem Kittel bekleidete und mit hoher Kiepe bepackte Astenberger Handelsmann scheint ein gern gesehener Gast gewesen zu sein. Oft von seinen Kunden zu einer Tasse Tee eingeladen, brachte er die Sitte des Teetrinkens mit auf den Astenberg. Den Reingewinn einer Handelsreise veranschlagte man auf 100 Taler; zu einer Zeit wo ein Kalb nur ein paar Taler einbrachte. Manche ließen sich in ihrem Handelsbezirk als Kaufleute nieder und brachten es dort zum Wohlstand. So die Gebrüder Rath und Pfennig in Vegehl/Brabant, die später 1862 aus Anhänglichkeit an ihre Astenberger Heimat die Kreuzkapelle bauen ließen. Ein Clemens Pape (Bastes) – 1850 in Altastenberg geboren – war um die Jahrhundertwende ein bekannter Homöopath in Gauda/Holland.

Noch um 1880 tritt in den Kirchenbüchern der Handelsmann als Berufsbezeichnung auf. Der Hausierhandel – über 100 Jahre vorherrschend – verliert aber immer mehr an Bedeutung. Die aufkommende Industrieware mit ihren engen Verkaufsnetz lässt ihn allmählich von der Bildfläche verschwinden. Um 1890 erscheint eine neue Berufsbezeichnung, der Bergmann. Erst vereinzelt, nimmt er über die Jahrhundertwende immer mehr zu. Die aufkommende Schiefergrube in Nordenau und die entfernter gelegene Ramsbecker Erzgruben geben nun die Arbeitsplätze ab. 1930 war die Mehrzahl der Männer Bergarbeiter in der Schiefergrube, neben einigen wenigen Waldarbeitern und Handwerkern,. Diese gewerbsmäßige Struktur bestand noch bis 1960 fast unverändert fort. Von insgesamt 55 Erwerbstätigen entfielen auf Bergleute 28, auf Handwerker 14, auf Waldarbeiter 7, auf Gastwirte 4, auf Kaufleute 2. Seit 1964 zeichnet sich eine neue Entwicklung ab. Gab es 1955 noch 28 Bergleute, so waren es nunmehr noch 8. Der Abbau der Schiefergrube, der Absatzrückgang gegenüber dem Kunstschiefer zwangen den größten Teil der Bergleute, sich einen anderen Arbeitsplatz zu suchen. Sie fanden ihn in der Textilindustrie Schmallenbergs. Dort sind jetzt 15 als Fabrikarbeiter tätig.

Die „Schwedenschanzen“

Auf dem Höhenweg von Altastenberg nach Nordenau trifft man unmittelbar hinter der Kreuzkapelle auf einen Erdwall und im weiten Abstand dahinter auf eine zweite. Beide Wälle tragen im Volksmund den Namen „Schwedenschanze“. Auf einer großen Landkarte der Jagd- und Holzgerechtigkeit des Klosters Grafschaft. Die heute im Eingang des Klostergebäudes hängt, sind diese Wälle als Astenberger Schanze „ gekennzeichnet. Diese Krate zeigt an anderen Stellen Schanzen ähnlicher Art so am Wege vom Rothaarkamm nach Westfeld, Kühhude nach Grafschaft bei der Siedlung „Auf der Schanze“ und auf der hohen Hunau ins Sorpetal. Daraus ist ersichtlich, dass diese Schanzen zur Abschirmung aller Wege diente, die in das Gebiet des alten Klosters Grafschaft führten. Sie gehörten zu einem System der alten Landwehrung, deren Anlage bis ins hohe Mittelalter zurückreicht.